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Personalausweis ab November 2010 (ePA)

Der neue elektronische Personalausweis stellt sich vor

Zum 1. November 2010 hat der neue elektronische Personalausweis (ePA) im Scheckkartenformat den bisherigen Personalausweis abgelöst. Das neue Dokument, Ihre wichtigste Karte, wurde gegenüber Ihrem alten Ausweis mit einigen hilfreichen Neuerungen versehen. Mit dem innovativen Ausweisdokument setzt Deutschland neue Maßstäbe im Identitätsmanagement. Wie schon der bisherige Ausweis enthält auch das neue Dokument zahlreiche Sicherheitsmerkmale. Diese Merkmale machten schon den bisherigen Ausweis zu einem der fälschungssichersten Dokumente der Welt. Diese Standards werden mit dem neuen Personalausweis nicht nur übernommen, sondern noch verbessert.

Hierzu einige grundsätzliche Informationen:

  • Die "alten" Personalausweise behalten ihre volle Gültigkeit. Eine Pflicht zur Erneuerung besteht nicht.
  • Der neue ePA hat lediglich die Größe einer Scheckkarte.
  • Freiwillig kann der neue Ausweis mit ihren Fingerabdrücken versehen werden. Auch dies erhöht die Sicherheit im Umgang mit dem ePA, insbesondere bei einem Verlust. Eine Pflicht zur Speicherung der Fingerabdrücke besteht nicht.
  • Ihre persönlichen Daten werden zusätzlich in verschlüsselter Form auf einem Chip gespeichert. Diese Daten können nur von besonders authorisierten Behörden ausgelesen werden, z.B. von der Polizei, den Grenzbehörden, der Personalausweisbehörde.
  • Gleichzeitig eröffnet dieser Chip Ihnen weitere Funktionen des ePA. Auch diese können Sie nutzen, sind aber nicht dazu verpflichtet.
  • Für den Einsatz im Internet oder an Automaten gibt es die Möglichkeit, sich sicher elektronisch zu identifizieren (eID).
  • Über die Nutzung dieser eID entscheiden Sie selbst bei Abholung des ePA, sofern Sie über 16 Jahre alt sind.
  • Eine spätere Aktivierung/Deaktivierung ist jederzeit möglich.
  • Für die Nutzung dieser eID erhalten Sie nach Beantragung des ePA vom Hersteller (der Bundesdruckerei Berlin) einen Brief mit einer Geheimnummer (PIN), einer Entsperrnummer (PUK) und einem Sperrkennwort für den jeweiligen Personalausweis. Diese Informationen benötigen Sie, um den elektronischen Identitätsnachweis (eID) sperren oder entsperren zu lassen.
  • Ergänzend enthält der Chip die Option eine qualifizierte elektronische Signatur zu speichern. Diese erhalten Sie nicht bei der Personalausweisbehörde, sondern bei Drittanbietern, sogenannten Trustcentern (Liste der zugelassenen Signaturanbieter).

Ihr neuer Personalausweis bietet Ihnen mit diesen neuen Funktionen die Möglichkeit, die herkömmliche Nutzung des Personalausweises als reinen "Sichtausweis" nun auch ergänzend in die digitale Welt zu übertragen.

Wenn Sie mehr über den neuen Ausweis mit seinen neuen Möglichkeiten erfahren möchten, können Sie sich auf den Seiten des Bundesinnenministeriums im Personalausweisportal umfassend informieren.

Ferner stehen Ihnen folgende Downloads zur Verfügung:

 

Ausweispflicht

Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und der allgemeinen Meldepflicht unterliegen, sind verpflichtet, einen Personalausweis zu besitzen. Dies gilt nicht für Personen, die einen gültigen Reisepass besitzen und sich durch diesen ausweisen können. Der Ausweispflicht kann auch durch Vorlage eines vorläufigen Personalausweises genügt werden. Auf Antrag kann ein Personalausweis auch vor Vollendung des 16. Lebensjahres ausgestellt werden.

Der Personalausweis, als Passersatzdokument ist in erster Linie zum inländischen Gebrauch gedacht. Er berechtigt auch zum Grenzübertritt in einen der "Schengener-Staaten (Schengener Abkommen)". In diesen Staaten unterbleibt in der Regel die Kontrolle der Ausweisdokumente beim Grenzübertritt, dennoch sind Sie verpflichtet sich im Ausland auszuweisen. Ausreichend hierfür ist hier für Personen ab dem 12. Lebensjahr ein Personalausweis - auch ein vorläufiger Personalausweis - oder, bei Personen unter 12 Jahren, der Kinderreisepass.

Nähere Angaben über die Einreisebestimmungen in andere Länder erhalten Sie bei den jeweiligen Botschaften oder unter den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes.

 

Personalausweise werden im Bürgerservice bei persönlicher Vorsprache beantragt und in der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt. Eine Vertretung ist aufgrund der besonderen Anforderungen des Ausweises nicht möglich. Ebenso kann ein abgelaufener Personalausweis nicht verlängert werden.

Gültigkeiten

  • vor Vollendung des 24. Lebensjahres:        6 Jahre
  • nach Vollendung des 24. Lebensjahres:    10 Jahre

Voraussetzungen / Antragsverfahren  

  • deutsche Staatsangehörigkeit
  • Tönisvorst ist Hauptwohnsitz oder alleiniger Wohnsitz
    Ausnahme: die Zustimmung zur Ausstellung wurde von der Hauptwohnsitzgemeinde schriftlich erteilt
  • die Antragstellung erfolgt grundsätzlich persönlich im Bürgerservice, eine Vertretung ist nicht möglich
  • Kinder ab 10 Jahren unterschreiben im Personalausweis

Bearbeitungsdauer

  • Die reguläre Bearbeitungszeit für den Personalausweis beträgt 2 Wochen ab Antragstellung im Bürgerservice
  • Sie werden für die Abholung nicht mehr angeschrieben, sondern sprechen nach 2 Wochen im Bürgerservice zur Abholung vor.
  • Die Abholung sollte grundsätzlich persönlich erfolgen, da Sie einige Entscheidungen zur Nutzung des Ausweis treffen und schriftlich erklären müssen.
  • Ein  vorläufiger Personalausweis wird direkt bei Antragstellung im Bürgerservice ausgestellt

    Für die Abfrage des Bearbeitungsstandes ihres Personalausweises bieten wir Ihnen unsere Passauskunft-Online. Dort erfahren Sie bequem von zu Hause aus, ob ihr Dokument im Bürgerservice für Sie abholbereit liegt oder ob die Bearbeitung noch andauert.

Mitzubringende Unterlagen

  • bisheriger Personalausweis oder Reisepass, wenn nicht vorhanden, anderer amtlicher Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis, Führerschein, Kinderreisepass )
  • Ist ein Ausweisdokument nicht vorhanden oder ungültig oder sind die Personendaten im Melderegister unvollständig oder unrichtig, so ist die Vorlage einer Geburts- oder Heiratsurkunde erforderlich.
  • Ohne Lichtbildausweis ist eine Personenidentifikation durch eine nahestehende oder verwandte Person erforderlich. Diese Person hat dabei ein gültiges Ausweis- oder Passdokument vorzulegen.
  • ein aktuelles, biometrisches Lichtbild mit einfarbigem, hellem bzw. bei hellen Haaren mit kontrastreichem Hintergrund, gemäß Fotomustertafel der Bundesdruckerei GmbH.
  • Für Minderjährige unter 16 Jahren erfolgt die Antragstellung durch persönliches Erscheinen mit einem Sorgeberechtigten. Sorgerberechtigt sind im Regelfall beide Elternteile, Vater und Mutter. Der andere Elternteil erklärt sein Einverständnis für die Ausstellung des Reisepasses mit der ausgefüllten und unterschriebenen Einverständniserklärung. Die Ausweise der Sorgeberechtigten und gegebenenfalls der Nachweis über das Sorgerecht sind dabei vorzulegen.

    Seit 01.07.1998 gibt es im Falle der Scheidung keine zwingende, die elterliche Sorge regelnde Gerichtsentscheidung mehr. Auch nach der Scheidung oder der dauernden Trennung der Eltern bleibt es im Regelfall bei der gemeinsamen Sorge. Bei Vorliegen besonderer Umstände kann in Einzelfällen ausnahmsweise die Unterschrift des Sorgeberechtigten, in dessen Haushalt das Kind lebt, ausreichend sein. Dieser Sorgeberechtigte kann Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens dann nach § 1687 BGB alleine treffen. Entsprechende (Gerichts-)entscheidungen sind bei Antragstellung vorzulegen.
    Sofern die Eltern des antragstellenden Kindes nicht miteinander verheiratet sind, hat die Mutter regelmäßig die elterliche Sorge allein. Ein Einverständnis des Vaters ist insoweit entbehrlich. Es sei denn, die nicht miteinander verheirateten Eltern haben gegenüber dem Jugendamt eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben. Dann haben auch beide ihr Einverständnis zur Ausstellung des vorläufigen Reisepasses abzugeben. Wurde diese gemeinsame Sorgererklärung nicht abgegeben, so stellt das Jugendamt der alleinerziehenden Mutter eine sogenannte Negativerklärung aus, die bei Antragstellung vorzulegen ist.

Verlust des Personalausweises

Bitte zeigen Sie den Verlust Ihres Personalausweises unverzüglich bei uns im Bürgerservice an. So kann eine mißbräuchliche Verwendung verhindert werden.

Ergänzend zu dieser Verlustmeldung sollten Sie, bei eingeschalteter Online-Ausweisfunktion im Chip, diese Funktion unverzüglich sperren lassen. Diese Sperrung können Sie entweder bei der ausstellenden oder der örtlich zuständigen Personalausweisbehörde vornehmen. Alternativ haben Sie jedoch auch die Möglichkeit die Online-Ausweisfunktion telefonisch über die Sperrhotline unter der Rufnummer 0180-1-33 33 33 sperren zu lassen. Dort werden Sie nach Ihrem Namen, Geburtsdatum und dem Sperrkennwort gefragt, so dass niemand außer Ihnen Ihren Ausweis sperren lassen kann. Das Sperrkennwort ist Ihnen postalisch mit dem PIN-Brief zugegangen. Bitte denken Sie in diesem Falle daran, ergänzend die Personalausweisbehörde zu informieren, da ein Austausch zwischen der Sperrhotline und den Personalausweisbehörden nicht erfolgt.

Hinweis bei geplanter Eheschließung oder Begründung einer Lebenspartnerschaft

Antragstellerinnen oder Antragsteller, deren Ehe oder Lebenspartnerschaft durch das Standesamt Tönisvorst geschlossen wird, haben die Möglichkeit, schon vor der Eheschließung oder Verpartnerung ein Ausweisdokument mit dem dann gültigen Namen zu beantragen.
Bei der Ausweisbeantragung, die frühestens 8 Wochen vor dem Termin beim Standesamt erfolgen kann, ist in diesen Fällen die Bescheinigung des Standesamtes über die Anmeldung der Eheschließung (früher Aufgebot) bzw. Lebenpartnerschaft vorzulegen, aus der sich auch die künftige Namensführung ergibt.

Die Abholung des Personalausweises kann jedoch erst nach der Eheschließung persönlich vom Antragsteller beim Bürgerservice erfolgen.

Gebühr(en):

  • 28,80 € ab 24 Jahren
  • 22,80 € unter 24 Jahren
  • Weitere Gebühren:
  • 6 Euro für jedes nachträgliche aktivieren der eID-Funktion
  • 6 Euro für jedes Entsperren des Ausweisdokumentes bei Wiederauffinden nach Verlust
  • 6 Euro für eine Änderung der PIN (Geheimnummer)

Kontakt

Aufgabe Bürgerservice

Telefon:
02151/999155 bis 159
 

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Impressionen aus Tönisvorst