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Rubinette schlüpft für Ostern in die Rolle des Hasen

Mitteilung vom 28.03.2018 (archivierte Mitteilung)

Der April-Apfel: Ein osterlich dekorierter Apfel der Sorte "Rubinette". Foto: (vt)

Vor sich sehen Sie die Symbole des Osterfestes: Eier und Hase. Dafür bin ich extra in die Rolle des Hasen geschlüpft. Lebendige Hasen – total entzückend - lassen sich als bewegliche Objekte so schlecht fotografieren.

Warum symbolisieren Eier und Hase das Ostfest? Sie sind Sinnbild für den Glaubenssatz der Auferstehung. So gedenken an Gründonnerstag die Christen dem letzten Abendmahl von Jesus Christus mit seinen 12 Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. Karfreitag ist dann der Gedenktag seiner Kreuzigung - Karsamstag der Tag seiner Grabesruhe.

 

Kar- und Ostertage: Besondere Vorschriften

Und so gelten auch für die Kar- und Ostertage besondere Vorschriften, was öffentliche Veranstaltungen und Ladenöffnungszeiten betreffen. Karfreitag unterliegt als stiller Feiertag dem besonderen Schutz: So sind Tanzveranstaltungen bereits am Gründonnerstag ab 18 Uhr verboten. Musikalische und sonstige unterhaltende Darbietungen in Gaststätten sind bis Karsamstag um 6 Uhr untersagt. Märkte sind ebenfalls eingeschränkt: So sind von 5 Uhr bis Karsamstag 6 Uhr Märkte - auch Trödelmärkte - und private Automärkte oder gewerbliche Ausstellungen nicht erlaubt. Und Ostersonntag? Im Christentum der höchste Feiertag sagt man: Es wird der Auferstehung von Jesus Christus gedacht, der laut neuem Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Und genau das ist Thema des Osterfestes: Überwindung des Todes, Auferstehung, Neuanfang. Darum wohl auch der Hase. Der übrigens in vielen Kulturen als erster Bote für den Frühling gilt. Und die Eier? Einst wurden rot gefärbte Hühnereier in der Ostermesse an denjenigen verschenkt, der einem besonders am Herzen lag. Später entstand der Brauch, die Kinder mit versteckten Eiern zu unterhalten. Dazu kam, dass man während der Fastenzeit wohl keine Eier essen durfte. Zur Haltbarmachung wurden die Eier gekocht und durch die bunte Farbe entsprechend kenntlich gemacht, die man dann eben unmittelbar nach der Fastenzeit essen durfte.

Rubinette als Ersatz für Süßes

Und es war auch nicht immer der Osterhase, der die Eier versteckte und brachte: Einst gab es regionale Unterschiede. Je nach Region konnte es ein Kuckuck, Fuchs oder auch Huhn sein – aber der Hase hat sich im Augenblick durchgesetzt. Gerne auch im Regal als Schokoladen-Hase. Falls Sie auf den Schoko-Hasen verzichten möchten, können Sie auch gerne mich nehmen: Als Rubinette bin ich außerordentlich süß, verfüge ich über rund 16 Prozent Zucker – bin deswegen auch nicht ganz so gut für Diabetiker geeignet. Woher ich persönlich stamme? Vom St. Töniser Obsthof, von der westlichen Umrahmung des Ortsteils St. Tönis sozusagen.

Entstanden ist meine Sorte in der Schweiz als Zufallssämling aus der Muttersorte Golden Delicious und der Vatersorte Cox Orange. Nicht ganz ohne Stolz darf ich von mir sagen, dass ich zu den wohlschmeckendsten Apfelsorten gehöre – und auch zu den seltenen, echten Tafel-Äpfeln: Mich kann man nämlich direkt genussreif vom Baum pflücken und verzehren. Im Gegensatz zu anderen, die erst „pflückreif“ von Baum gesammelt werden und zunächst nachreifen müssen. Meine Form? Ich bin klein und rundlich, mein Stiel sitzt in einer kurzen Vertiefung, und ich habe eine grün-gelbe Grundfarbe. Wie Menschen bekomme ich auf meiner Sonnenseite „Sommersprossen“ - außer dass es bei mir formvollendete Streifen in orangerot sind. Mit meiner Süße, meiner Saftigkeit und meinem fein-säuerlichen Geschmack sowie hohem Vitamingehalt bin ich aber auch ein bisschen anspruchsvoll. Eine Diva würde ich mich nicht nennen, aber ich mag durchaus gute, nahrhafte Böden, liebe gute Pflege und ein bisschen Sonne darf es auch schon sein. Bin auch ein bisschen schorfempfindlich, habe dafür aber eine gute Frosthärte.

Gestaltung: (Verena Thiele)

Text & Foto: (Verena Thiele) & (cp)

 

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