Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2035: Wie soll Tönisvorst aussehen?

Mitteilung vom 08.07.2019 (archivierte Mitteilung)

Bild einer freien Ackerfläche zwischen Vorst und St. Tönis. Foto: Jannik Kirchner.

“Tönisvorst: die ressourcenschonende Stadt?“Oder vielleicht: „Tönisvorst: die Stadt der Innenentwicklung?“ – oder besser: „Tönisvorst: der Gewerbestandort?“ Würde man für die Apfelstadt ein Leitbild für 2035 vorgeben wollen – was für ein Motto wäre erstrebenswert? Unter anderem die Beantwortung dieser Frage wird jetzt das Planungsbüro post welters + partner mbB Architekten & Stadtplaner BDA/SRLaus Dortmund in Angriff nehmen. Die Stadt Tönisvorst hat das Planungsbüro damit beauftragt, ein so genanntes „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ für Tönisvorst zu erarbeiten. Dabei sollen die Bürger*innen mit zielgruppenspezifischen Beteiligungsprozessen aktiv einbezogen werden. Das Dortmunder Büro ist kein unbekanntes. So hat es bereits für Orte vergleichbarer Größe – wie Bad Honnef, oder Lengerich – gesamtstädtische Entwicklungskonzepte erstellt und sich ebenso im Rahmen einer gezielten Innenstadtentwicklung in Sinzig, Hamminkeln oder Datteln einen Namen gemacht. Voraussichtlich Ende 2020/Anfang 2021 soll das fertige Konzept für Tönisvorst vorliegen.

Wie erstellt man ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept?

Es beginnt mit der Analyse-Phase: Welche Stärken und Schwächen hat beispielsweise die Stadt? Roter Faden hierbei sind die sieben zentralen Themen Wohnen/Demographie, Gewerbe/Wirtschaft, Verkehr/Mobilität, Freiraumplanung/Klimaschutz, soziale Infrastruktur/Integration, Stadtbild /Innenstadt sowie Tourismus/Naherholung. Start der Analyse-Phase ist im dritten Quartal 2019.

Bereits bei der Analyse-Phase werden die Bürger*innen einbezogen: So wird es zum Beispiel anlässlich einer Auftaktveranstaltung die Möglichkeit zu einer „Planungsmesse“ an Projekttischen geben. Geplant sind außerdem „Spaziergänge“ in den zentralen Bereichen beider Ortsteile, wodurch die Bürger*innen die Möglichkeit erhalten, auf Handlungsbedarfe und Potenziale vor Ort hinzuweisen.

Analyse-Phase, Leitbild-Entwicklung, Konzept-Phase, Vertiefungsphase

Nach der Analyse-Phase geht es in die Leitbildentwicklung. Die beginnt im vierten Quartal 2019. Daran schließt sich die Konzept-Phase an, in der die Gesamtstadt betrachtet wird, bevor man sich in einer Vertiefungsphase der Ortskerne annimmt. In dieser Phase – die voraussichtlich vom ersten bis zum dritten Quartal 2020 reichen wird-, geht es dann unter anderem um Fragestellungen wie „Welche Stadträume gilt es aufzuwerten? Oder: Wo gibt es Nachverdichtungsmöglichkeiten?

Abschließend kommt dann ab dem dritten Quartal 2020 der Handlungskatalog: Hierbei könnten beispielsweise fünf bis sechs Leitprojekte unter Aufnahme weitergehender Ideen aus dem Beteiligungsprozess formuliert werden.

Wann finden welche Beteiligungsprozesse statt?

Die gesamte Zeit über wird es eine Projekt-Website geben mit interaktiver Karte, auf der die Verortung und Kommentierung von Anregungen/Anforderungen möglich sind.

Gleich in der Analyse-Phase sind vier Beteiligungsformate angesetzt: Die Auftaktveranstaltung mit Planungsmesse, die beiden Spaziergänge, eine Fragebogen-Aktion sowie die mittels der Projekt-Website gestellte „Frage der Woche“ – wie zum Beispiel: „Wie zufrieden sind Sie mit den Freizeitangeboten?“.

In der Vertiefungsphase folgt eine Jugendbeteiligung in Form eines Projekttages zur Entwicklung einer Vision „Dein Tönisvorst 2035“ in Kooperation mit den weiterführenden Schulen. Darüber hinaus wird eine Vertiefungswerkstatt angeboten. Hier haben die Bürger*innen die Gelegenheit, zentrale Themen oder auch die künftige Gestaltung von ausgewählten Stadträumen vertiefend zu diskutieren. Zusammen mit örtlichen »Experten« wird außerdem eine weitere Planungswerkstatt durchgeführt. Die Ergebnisse des gesamten Prozesses sollen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vorgestellt werden. 

Text: (cp), Foto: Yannik Kirchner

 

@@teaser