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25 Millionen würde Verwaltungsneubau kosten

Mitteilung vom 11.10.2019

Schlechte Bausubstanz, ellenlange Wege für den Bürger, keinerlei Barrierefreiheit, großer Verlust an Heizungsenergie, Sanierungsbedarf: Die Tönisvorster Stadtverwaltung braucht neue Räume – für den Bürger, wie für die Mitarbeiter. Was die Verwaltung an tatsächlichen Raumbedarf hat, wie viel ein Neubau kosten und wie er finanziert werden – sogar wo er stehen könnte: Das hat jetzt ein Planungsbüro, die assmann gruppe zusammen mit dem Büro PSPC, für die Stadt Tönisvorst untersucht und berechnet.

Publikumsintensive Bereiche im Erdgeschoss

Ergebnis? Rund 130 Arbeitsplätze hat die Kernverwaltung aktuell. Langfristig werden rund 160 benötigt. Wie kann man die optimal gruppieren, so dass für den Bürger die Wege kurz sind, er ansprechend empfangen und sich in einem angenehmen Wartebereich aufhalten kann? Und für Vereine womöglich ein zentraler Veranstaltungsort entsteht? Wie das alles gehen könnte: Dafür hat das Büro assmann eine Bedarfsplanung inklusive Layoutplanung entwickelt. Allen gemeinsam: Dass publikumsintensive Bereiche im Erdgeschoss um einen so genannten zentralen Bereich – mit Warte- und Beratungsbereich – gruppiert werden. Seinen räumlichen Niederschlag kann diese Funktions-Gruppierung in Form eines Quadrats mit dem zentralen Bereich in der Mitte finden. Oder aber indem man den zentralen Bereich zwischen zwei gegenüberliegenden und versetzten Längsgebäuden platziert. Wichtig: Zielmarke dabei ist, ein modernes sowie energieoptimiertes Gebäude mit Einsatz regenerativer Energien und passiver Kühlung sowie weiterer Nachhaltigkeitsaspekte wie Gründach und Nachtauskühlung zu schaffen.

Drei Finanzierungsmöglichkeiten - Stadt trennt sich vom Rathaus Vorst sowie Bahnstraße

Rund 25 Millionen Euro würde ein solches Gebäude kosten. Frühester Zeitpunkt der Fertigstellung: 2025. Wie könnte man ein solches Gebäude wirtschaftlich stemmen? Es gibt drei Möglichkeiten.

  1. Die Erste: als ÖPP (Öffentlich-Private Partnerschaft). In Fall von Tönisvorst würden Planung, Bau und Instandhaltung (Baukonstruktion und Technische Anlagen) sowie die Finanzierung (Zwischen- und Endfinanzierung) auf einen privaten Partner übertragen und die Stadt zahlt 30 Jahre lang die Kosten ab. Am Ende würde das Gebäude der Stadt gehören.
  2. Die Zweite: Man könnte auch selber finanzieren: Planung, Bau und Bauzwischenfinanzierung werden auf einen privaten Partner übertragen. Die langfristige Finanzierung erfolgt über einen Kommunalkredit.
  3. Die dritte Möglichkeit: Ein Investor errichtet ein Gebäude nach Vorgaben der Stadt die mietet dies für eine Laufzeit von 30 Jahren an.

In allen drei Varianten wird sich die Stadt von zwei Gebäuden trennen: Dem Verwaltungsgebäude Bahnstraße und dem Rathaus in Vorst.

Wo könnte der Verwaltungsneubau stehen?

Wo im Stadtgebiet sollte das neue Rathaus – ein stückweit Identifikationspunkt der Stadt - stehen? Vier mögliche Standorte wurden untersucht. Dabei wichtige Kriterien: Die ÖPNV-Anbindung und eine mögliche Stärkung - insbesondere des stationären – Einzelhandels. Dazu kamen die Größe des unbebauten Grundstückes sowie die planungsrechtliche Sicherheit, dass man dort auch ein solches Gebäude errichten dürfte. Und so wurden gemäß dieser Kriterien Grundstücke

  • im Gewerbegebiet Höhenhöfe,
  • Am Wasserturm,
  • am Maysweg auf dem ehemaligen Kress-Gelände und
  • der Wilhelmplatz untersucht – Letzteres im Besitz der Stadt.

Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsanalyse, die im Auftrag der assmann Gruppe durch das Büro PSPC durchgeführt wurde: Das Wirtschaftlichste wäre es, selbst zu finanzieren und Planung und Bau auf einen privaten Partner zu übertragen – insbesondere vor dem Hintergrund der Vermögensbildung.

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt muss die Politik beraten. Der Zeitplan sieht eine mögliche Grundsatzentscheidung einschließlich Standort und Wahl der Variante der Stadt Tönisvorst für Ende 2019 vor.

Text: (cp)

 

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