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Akkubrand bereits im Feuerwehrfahrzeug detektieren

Mitteilung vom 04.12.2019

Rauchmelder zum Detektieren von Akkubränden in geschlossenen Fahrzeugen via Funkmeldung: Diese Initiative hat jetzt die Freiwillige Feuerwehr Tönisvorst ergriffen. Auf dem Bild zu sehen v.l.n.r.: Rolf Peschken, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst, Holger Schemken, technischer Produktmanager der Firma Ei Electronics, und Ideengeber Jörg Pasch, seines Zeichens Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Elektriker. Foto: (cp)

Was wäre eigentlich, wenn aufgrund eines unerkannten Akkubrandes in einem Feuerwahrfahrzeug eine der beiden Feuerwachen vor Ort brennen würde? Diese Frage hat sich Jörg Pasch – seines Zeichens Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Elektriker – gestellt. Ergebnis: 15 Feuerwehrfahrzeuge der Stadt Tönisvorst werden jetzt testweise mit ganz einfachen Rauchmeldern ausgestattet - Spende der Firma Ei Electronics. Als eine Art Testlauf.

Jede Menge Akkus an Bord

“Die Fahrzeuge der Feuerwehr haben jede Menge akkubetriebenes Equipement an Bord”, erläutert Wehrführer Rolf Peschken: Angefangen von Funkgeräten über Sägen bis hin zu Messgeräten. “Früher gab es Metall-Hydrit-Akkus. Die neuen Lithium-Akkus neigen zu spontanen Entzündungen. Das muss man wissen und sich entsprechend vorbereiten”, so Jörg Pasch. “Bei den 15 Rauchmeldern handelt es sich um ganz klassische Rauchmelder, wie man sie auch von zuhause kennt, die eben sehr früh detektieren”, erläutert Holger Schemken, technischer Produktmanager der Firma Ei Electronics, der gemeinsam mit Jörg Pasch die Idee umsetzt.

Funkvernetzung des Rauchmelders alarmiert Feuerwehr

Wie aber erfahren die Feuerwehrleute zuhause von dem Alarm, steht das Fahrzeug doch verschlossen in der Fahrzeughalle? Dafür nutzen die Feuerwehrleute die angebotene Funkvernetzung des Rauchmelders mit Weiterleitung auf die Telefonanlage der Feuerwehr. “Alle aus unserer Führungsgruppe bekommen sofort eine Nachricht auf das Handy, wenn der Rauchmelder in einem der Fahrzeuge auslöst”, erläutert Wehrführer Rolf Peschken. Über eine Melderdiagnose via Smartphone erfahren die Feuerwehrleute aber auch, wie der Batterie-Status des Rauchmelders ist, ob eine ordnungsgemäße Funktion des Sensors gegeben ist oder - ob, und wenn ja wie oft - der Melder Alarm ausgelöst hat.

Rund ein Jahr will man die Funktion zunächst testen und anhand der ausgewerteten Daten – zum Beispiel auch Sensor Status oder Verschmutzungsgrad – gegebenenfalls weitere Verbesserungspotenziale entdecken.

Text & Foto: (cp)

 

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