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'Alle Räder guter Stadtentwicklung in einem Fachbereich vereint'

Mitteilung vom 21.03.2019 (archivierte Mitteilung)

Dr. Ina Bartmann ist seit dem 2. Januar 2019 neue Fachbereichsleiterin für die Stadt Tönisvorst im technischen Bereich. Sie ist Diplom-Bauingenieurin, Architektin, hat im Fachbereich Design und Kunst promoviert und verfügt zudem über einen Masterabschluss in Human Resource Management. Foto: (cp)

Sie ist Diplom-Bauingenieurin, eingetragen in der Kammer NRW. Sie ist Architektin, eingetragen in der Kammer NRW. Zeichnete sich unter anderem verantwortlich für den Bau des Deutschen Pavilions auf der Weltausstellung in Shanghai während ihrer Zeit beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Die Wirkung von Architektur ist mit ihrer Doktorarbeit noch einmal vertieft worden, hat sie über das Düsseldorfer Großunternehmen Henkel promoviert im Fachbereich Design und Kunst. Und sie hat einen Masterabschluss in “Human Resource Management”: Dr. Ina Bartmann (53), seit 2. Januar Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, Gebäude- und Immobilienmanagement sowie Tiefbau, Bauverwaltung und Friedhof.

Was die Expertin an der Position in Tönisvorst gereizt hat? „Alle Räder und Stellschrauben einer guten Stadtentwicklung sind hier in einem Fachbereich vereint“, sagt Dr. Bartmann lächelnd. „Das erlaubt eine optimale Verzahnung und die strategische Entwicklung aus einer Feder“. Den Herausforderungen hat sie sich bereits in den ersten zwei Monaten angenommen. Das bereits beschlossene Stadtentwicklungskonzept soll den Titel „Zukunftsplan 2040“ tragen. Der Zeitplan dafür steht, dauert ein qualifizierter Stadtentwicklungsplan in der Regel gut zwei Jahre. Hausintern hat sie sich bereits mittels Analysen mit den Gegebenheiten vertraut gemacht und einen Überblick über die Möglichkeiten und Chancen der Stadtentwicklung in Tönisvorst verschafft. „Tönisvorst hat begrenzte Flächen, die zudem durch Wasserschutzzonen in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind. Damit müssen wir sorgsam umgehen“, so Dr. Bartmann. Ihr Ziel: Wohnen, Arbeiten und Leben gleichwertig miteinander zu entwickeln – und dabei den Bürger mitzunehmen. „Das kann in Form von Dialog- oder auch in Werkstattgesprächen stattfinden“. Wichtig ist es ihr, für Senioren, junge Familien, aber ebenso Singles Wohnraum zu schaffen. „Hier werden wir uns – angesichts begrenzter Flächen – der innerstädtischen Verdichtung annehmen“, so die Expertin.

Mit Blick auf die Wohnsituation von Senioren begrüßt sie das Wohnprojekt der AWG auf den ehemaligen Schwimmbadflächen. „Früher hat man den Fehler gemacht, Wohnmöglichkeiten für Senioren an die Peripherie zu legen ohne Anschluss an die Innenstadt. Dabei wurde außer Acht gelassen, dass man im Alter ebenso seine Kontakte weiterpflegen und am innerstädtischen Leben teilhaben möchte“, so Dr. Bartmann.

Weiteres Großprojekt? Der auf mehrere Gebäude verteilte Verwaltungskörper. Denn das Immobilienmanagement der Stadt Tönisvorst fällt ebenso in ihren Zuständigkeitsbereich. Ziele hier unter anderem: Für die Bürger mehr Dienstleistungen an einem Standort anbieten zu können – inklusive optimierten Aufenthaltsbereichen mit barrierefreien Zugängen. Ebenso benötigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansprechende und zeitgemäße Räume mit modernen Arbeitsbedingungen. Dazu gehöre auch die räumliche Abbildung der Digitalisierung auf dem Weg zu einer digitalen Verwaltung. Womit sie einen weiteren Bereich ihrer Zuständigkeit anspricht: den Breitbandausbau in der Stadt, fällt die bauliche Wegbereitung hierfür in ihren Bereich.

63 städtische Gebäude und 13 angemietete Objekte werden durch ihren Fachbereich betreut. 46 Mitarbeiter sind für den Fachbereich D tätig. Mit Dreivierteln von ihnen hat sie bereits Kennenlerngespräche geführt.

Geboren ist Dr. Bartmann in der Nähe von Dresden, aufgewachsen in der Niederlausitz. Noch vor der Wende kam sie mit ihrem Mann an den Niederrhein, wohnt seit 30 Jahren in Viersen. Was es heißt, berufstätige Mutter zu sein, ist der 53-Jährigen bestens vertraut, weshalb ihr die Lebenssituation junger Familien am Herzen liegt. „Wir haben es bei uns zuhause auf zwei Schultern verteilt“, erzählt sie. „Die Entscheidung sollte jeder für sich selbst treffen, aber man sollte mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Wahl haben können“.

Was man ihr bereits attestiert: Ausgeglichenheit, Zielorientierung und auch das Standing, einen Standpunkt vertreten zu können.

 

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