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Apfelkönigin mit 'Tönisvorster Blühkiste' auf Tour

Mitteilung vom 20.06.2022 (archivierte Mitteilung)

Übergabe der Tönisvorster Blühkiste an das städtische Familienzentrum "Drei-Käse-Hoch". Foto: (cp)

“Wisst Ihr denn, warum ich heute da bin?”, fragt Apfelkönigin, Melanie I, umringt von einer Schar Kinder. Es folgt die nicht zu überhörende, vielstimmige Antwort der Kinder des städtischen Familienzentrums „Drei-Käse-Hoch“ mit „Ja! Wegen der Hummeln, Bienen und Schmetterlinge“.

Derzeit tourt Tönisvorsts Apfelkönigin „Melanie I“ durch die städtischen Kindergärten. Dabei kommt sie nicht mit leeren Händen. Mit Hilfe des Sponsors „GLOBUS Markthalle in Tönisvorst“ kann sie jedem städtischen Kindergarten einen Blühkiste schenken.

Blühkiste vom Sponsor GLOBUS

„Was ist denn in dieser Kiste drin?“ Neugierige Nasen recken sich der Kiste entgegen. Schnell werden die Werkzeuge und Utensilien identifiziert. Drei kleine Harken, Schaufeln und Gießkannen mit Husse liegen weich gebettet auf Stroh. In der Mitte thront ein Papiersäckchen mit Strohhalm als schmückende Verschnürung. „Was ist da wohl drin?“, fragt die Apfelkönigin. „Die Blumensamen“ –sind sich die Kinder ganz sicher.

Damit die Kinder jetzt schon eine Vorstellung bekommen, zeigt die Apfelkönigin Anzuchtkartons, in denen die ersten Samen keimen – deutlich erkennbar an den eher herzförmigen Keimblättern.

Warum der Apfelkönigin Blühstreifen und Blühwiesen so am Herzen liegen?

Als Regentin der über 300 000 Apfelbäume in der Stadt, weiß sie um die Bedeutung der bestäubenden Insekten für die Landwirtschaft und die Natur. Um Hummeln, Bienen und anderen bestäubenden Insekten in der durch den Menschen intensiv genutzten Landschaft neuen Lebensraum zu schenken, macht sie sich für Blühwiesen und Blühstreifen stark – mag der Platz noch so klein sein.

„Und darum brauche ich Eure Hilfe“ wendet sich die Regentin an die Kinder. „Denn wir werden jetzt gemeinsam einen Blühstreifen anlegen“. Gesagt, getan. Auf einem vom städtischen Bauhof vorbereiteten Streifen von 3 x 1 Meter werden zunächst mit Schaufeln kleine Rillen gezogen. Danach die Samen in die Vertiefungen gestreut, mit torffreier Erde abschließend bedeckt und zu guter Letzt kräftig gegossen.

Gedicht und Papier-Sonnen-Blumen  für die Apfelkönigin

„Ihr würdet mir einen riesigen Gefallen tun, wenn ihr den Blumen beim Wachsen helfen würden. Wie das geht? Indem ihr sie regelmäßig gießt“, so die Apfelkönigin. „Was ich mir auch ganz doll wünschen würde: Dass ihr die Blumen schützt, damit sie groß und stark werden können. Also nicht darauf treten und nicht abpflücken“. Perfekt passend zu diesem Wunsch trugen die Kinder ein Gedicht vor. Inhalt? Dass eine Blumenweise „nur dann schön sein kann, wenn sie schützt ein jedermann. Dann erst können Biene summen und die dicken Hummeln brummen“ (aus einer Broschüre des MURL, des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes NRW). Zusätzlich übergaben die Kinder selbst gebastelte Sonnenblumen aus zuvor handgeschöpftem Papier an die Apfelkönigin und Kersten Rausch, Geschäftsleiter GLOBUS Markthalle in Tönisvorst, der sich freute, auf Einladung der Apfelkönigin diese Blühkisten an die fünf Einrichtungen überreichen zu dürfen: „Es ist die Möglichkeit, an diesem Lern- und Mitmachort vielleicht eine weitere Tür zum Lernort Natur aufzustoßen“, so der Geschäftsleiter Rausch abschließend, der selber tatkräftig mithalf, den Blühstreifen anzulegen.

Idee der Blühkiste stammt aus Stralsund

„Für die Kinder beginnt jetzt eine spannende Zeit. Nachdem sie selber gesät haben, können sie jetzt den Pflanzen beim Keimen, Wachsen und Blühen zuschauen und den Zyklus von der Saat bis zur fertigen Frucht erleben“, erläutert Andrea Kern, Leiterin des städtischen Familienzentrums „Drei-Käse-Hoch“. „Und vielleicht auch ein bisschen Stolz dabei verspüren, die Hege und Pflege für alle Blumen übernommen zu haben“, so die Apfelkönigin schmunzelnd.

Erhalten haben die Blühkiste die fünf städtischen Einrichtungen „Drei-Käse-Hoch“, Panama, Wiesenzauber, Villa Gänseblümchen, Mullewapp. Geht alles gut, werden Bilder der Blühstreifen auf der Seite der Apfelkönigin und der Stadt zu sehen sein. Die Idee einer Blühkiste stammt aus der Hansestadt Stralsund, die bereits dieses Konzept erfolgreich durchgeführt hat.

Text & Foto: (cp)

 

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