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Bars zu - Kneipen können auch ohne Speisen öffnen

Mitteilung vom 17.05.2020 (archivierte Mitteilung)

Bars gelten als Freizeitstätte und dürfen nicht öffnen. Kneipen schon – auch, wenn sie keine Speisen im Angebot haben. Sie haben nur die klare Verpflichtung, das Angebot auf einen Service an Tischen sitzend zu beschränken – mit entsprechendem Mindestabstand sowie unter Einhaltung aller anderen Infektionsschutzstandards. Dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – Gang an der Theke vorbei oder auf dem Weg zum WC – werden die Gäste gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Für Betreiber wie Bedienstete reicht es nicht, einen Gesichtsvisier zu tragen. Eine textile Mund-Nasen-Bedeckung ist auch für sie aus Gründen des Infektionsschutzes für alle vorgeschrieben. Und: Auch wenn in NRW nicht nur die Außengastronomie, sondern auch die Innenräume öffnen dürfen: Unnötige Infektionsrisiken können nicht eingegangen werden. Das heißt: Kicker, Billard, Dart, Shisha-Pfeifen und Ähnliches mit Nähe und zusätzlichen Kontaktflächen, über die man sich theoretisch infizieren könnte, können im Sinne des Infektionsschutzes nicht erlaubt werden. Das ist die neue Auslegung der aktuell gültigen Coronaschutz-Verordnung. Seit gestern, 16. Mai, gibt es eine neue Fassung:

Neu?

Schiffsausflüge, Kutschfahrten oder auch – wie mit dem Schluff – Fahrten mit historischen Eisenbahnen sind erlaubt. Hier gilt – wie in Museen oder Galerien – auch “In Innenbereichen von Ausflugsschiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen“ die Pflicht zum Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung.

Übernachrungen zu touristischen Zwecken sind ab 18. Mai nicht nur Menschen mit einem Wohnsitz in Deutschland erlaubt, sondern allen, die einen Wohnsitz innerhalb der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland haben. Neu aufgenommen in der Verordnung ist auch die Gastronomie in Speisewagen und in Bistros im Personenverkehr.

Hygiene-und Infektionsstandards je nach Betrieb

Für bestimmte Betriebe und Dienstleistungen gibt es eigene Hygiene-und Infektionsstandards Konkret für:

  • Gastronomie (Innen- und Außengastronomie)
  • Beherbergungsbetriebe
  • Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Campingplätze
  • Friseurhandwerk in Friseursalons (entsprechend bei mobilen Friseurdienstleistungen)
  • Podologische Behandlungen, podologische Fußpflege und Fußpflege
  • Kosmetikbetriebe, Nagelstudios, Maniküre
  • Massage/Massagestudios
  • Fitnessstudios

In der Gastronomie sollen beispielsweise Speisen ausschließlich als Tellergerichte am Tisch serviert werden. Selbstbedienungsbuffets sind nur zulässig, wenn die Gäste sich vor jeder Nutzung an bereitgestellten Desinfektionsmittelspendern die Hände desinfizieren und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Alle Kontaktflächen - wie Arbeitsflächen, Polster, Stühle, Tische, Speisekarten, Gewürzspender und Ähnliches - sind nach jedem Gebrauch mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen. Automatenspielgeräten für Einzelspieler sind zulässig - Spielecken, Sport- und Freizeitgeräte, wie Billard-tische oder Dartgeräte dürfen bis auf Weiteres nicht genutzt werden.

Beispiele für Hygienestandards bei Beherbungsbetrieben? Die Zimmerreinigung sollte bei kürzeren Aufenthalten nur nach Abreisen erfolgen. Sowohl in Zimmern wie in den Gemeinflächen sind alle Kontaktflächen wie Stühle, Tische und gegebenefalls Polster nah Gebrauch oder in regelmäßigen Abständen mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen. Die Auslage von verschiedenen Gästen genutzten Gegenständen - wie Kulis - sind nur unter strengem Hygieneschutz zulässig.

Ferienwohnung können nur gemeinsam von den Menschen angemietet werden, die sich auch so im öffentlichen Raum ohne Abstandsgebot aufhalten dürfen. Das gilt genauso für Ferienhäusern oder Campingplätzen.

In Fitness-Studios ist beispielsweise das Ausüben von Sportarten mit unvermeidbarem Körperkontakt unzulässig. Ebenso unzulässig ist aufgrund der Aerosolbelastung jedes hochintensive Ausdauertraining, wie Indoor-Cycling oder beispielsweise anaerobes Schwellentraining. Auch ist der Zutritt zum Studio zu regeln: Als Maßstab gilt eine Kund*in pro 7 qm Fläche Fitnessstudio. Bei Kursen gilt, dass für jede Kundin/jeden Kunden ein Mindestabstand von 2 Metern in alle Richtungen gegeben ist. Bei Fitnessgeräten muss der Abstand zwischen zwei gleichzeitig mit Kundinnen/Kunden besetzten Sportgeräten mindestens 3 Meter betragen. Therabänder oder beispielsweise Matten, deren Kontaktflächen schlecht zu reinigen sind, dürfen nicht zur Verfügung gestellt werden. Beschäftigte müssen – bis auf Ausnahmen - eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, die bei Durchfeuchtung gewechselt werden muss. Ebenfalls ist hier die Nutzung der Duschen sowie Schwimmbecken, Saunen und Solarien oder Ähnliches ist bis auf Weiteres untersagt. Und so wie überall ansonsten auch hier: Kein Zutritt mit Symptomen einer Atemwegsinfektion.

Auch im Freibad ist der Zutritt zu regeln: Als Maßstab gilt ein Gast pro 10 Quadratmeter Fläche. Der Verleih von Schwimmutensilien - Schwimmnudeln, Tauchringen und Ähnliches - ist unzulässig.

Hier die Hygiene- und Infektionsstandards für diese Betriebe und Dienstleistungen im Original sowie die aktuell geltende Coronaschutz-Verordnung im Original. Was ist erlaubt, was nicht? Hier eine tabellarische Übersicht: FAQs.

 

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