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Corona: Ab morgen Testpflicht in Innenräumen

Mitteilung vom 19.08.2021 (archivierte Mitteilung)

Ab morgen, 20. August 2021, tritt eine neue Corona-Schutzverordnung in NRW in Kraft, die  zunächst bis einschließlich Freitag, 17. September 2021 gilt.

Grundprinzip der neuen Corona-Schutzverordnung? Geimpften und Genesenen stehen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offen. Von den bisherigen Schutzmaßnahmen verbleiben nur noch eine verbindliche Maskenpflicht in Innenräumen und an anderen infektionskritischen Orten.

Für nicht geimpfte oder genesene Personen gilt ab einer Inzidenz von 35 bei Veranstaltungen in Innenräumen eine Testpflicht. Heißt: Für die Teilnahme an Angeboten muss man entweder nachweislich genesen sein, geimpft oder aber getestet. Die Kurzform nennt sich „3G-Regel“ = Geimpft, genesen, getestet. Nachweislich genesen ist, wer einen Test für Genesene (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureampflikationstechnik) vorlegen kann, der mindestens 28 Tage / höchstens 6 Monate alt ist. Wichtig: Da der Wert von 35 landesweit aktuell erreicht ist, greifen diese  Regelungen bereits ab Freitag, 20. August, einheitlich in ganz Nordrhein-Westfalen, also auch im Kreis Viersen.

Bewährte Verhaltensregeln (AHA) bleiben für Privatpersonen weiterhin empfohlen. Bestimmte Lüftungs- und Reinigungsvorgaben sind in einer kurzen Anlage  der neuen Verordnung zusammengefasst und ergänzen die Infektionsschutzvorgaben für Betriebe.

Schließungen von Einrichtungen oder Verbote von Angeboten ab einem bestimmten Infektionsgeschehen sind in dieser neuen Corona-Schutzverordnung nicht mehr vorgesehen, sprich: Die Inzidenzstufen fallen weg. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

Inzidenzwert

Es gibt nur noch einen Inzidenzwert, der das Greifen von strengeren Maßnahmen auslöst: den Inzidenzwert 35. Andere Inzidenzwerte aus vorherigen Fassungen der Corona-Schutzverordnung und damit auch die vier bisherigen Inzidenzstufen entfallen. Da der Wert von 35 landesweit aktuell erreicht ist, greifen die Regelungen ab Freitag, 20. August 2021, einheitlich in ganz Nordrhein-Westfalen.

3G-Nachweis ab einer Inzidenz von 35

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen sieht die Corona-Schutzverordnung ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests vor, der nicht älter als 48 Stunden ist. Diese Regel gilt für folgende Bereiche:

  • Veranstaltungen in Innenräumen (zusätzlich Hygienekonzept)
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • körpernahe Dienstleistungen
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (ab 2.500 Personen)

Bereiche mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen: PCR-Test ab 35er Inzidenz erforderlich

Liegt die Inzidenz über 35, ist ein Schnelltest nicht mehr ausreichend, sondern nicht geimpfte und nicht genesene Personen müssen in Bereichen mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen ein PCR-Ausweis vorgelegen,

  • also in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen
  • sowie bei Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz,
  • Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen.

Krankenhäuser, Seniorenhäuser, Unterkünfte für Geflüchtete

Für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe und Unterkünfte für Geflüchtete sowie stationären Einrichtungen der Sozialhilfe gilt die 3G-Regel generell, also nicht erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35.

Schulpflichtige Kinder

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Sie brauchen dort, wo die 3G-Regel gilt, lediglich ihren Schülerausweis vorzulegen. Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne Vornahme eines Coronatests getesteten Personen gleichgestellt.

Maskenpflicht und AHA+L-Regeln

Es besteht weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr, in Warteschlangen und an Verkaufsständen sowie bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz). Die AHA-Regeln gelten ansonsten generell weiterhin als Empfehlung, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln sind in Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr verpflichtend umzusetzen.

Text: (MAGS/cp)

 

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