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Keine Schottergärten, begrünte Dachflächen, heimische Gehölze - Tö-78 liegt erneut aus

Mitteilung vom 22.07.2021

Keine Schottergärten, begrünte Dachflächen, heimische Gehölze und ein klein- bis mittelkroniger Laubbaum pro Garten – keine ferne Zukunftsmusik, sondern Rahmenvorgaben für ein neues städtisches Wohngebiet zwischen Rosenstraße, Hülser Straße und Nordring, nördlich des St. Töniser Zentrums. Damit will die Stadt neben der positiven Wirkung auf das Kleinklima auch ein zusätzliches Nahrungsangebot für Insekten und Vögel schaffen.

„Innenentwicklung vor Außenentwicklung“

Positiver Nebeneffekt auf das Schutzgut Boden? Bislang ist dieser innerstädtische Bereich versiegelt und wird jetzt durch diese Vorgaben – dort, wo keine Gebäude stehen - gärtnerisch umgewandelt. Und dieses Wohngebiet erfüllt den städtebaulichen Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, ist es Ziel der Apfelstadt, die Flächeninanspruchnahme im Außenbereich zu reduzieren. Realisieren will ein privater Bauherr dieses Wohngebiet mit Platz für 30 Wohneinheiten auf den Flächen einer ehemaligen Gärtnerei mit rund 2,7 Hektar.

Erster Entwurf im Frühjahr in der Beteiligung

Bereits im Frühjahr war der erste Planentwurf dazu in der Öffentlichkeitsbeteiligung. Aufgrund vieler Anregungen aus der Bevölkerung hat man den Plan noch einmal angepasst und legt ihn erneut aus. Gewünschte Änderungen? Anwohner haben Anregungen bzgl. der zulässigen Gebäudehöhen und/oder der Geschossigkeit eingereicht. Die Stadt Tönisvorst ist diesen für einige Teilbereiche gefolgt. So wurde etwa die maximale Gebäudehöhe teils von 11,5 auf 10 Meter reduziert, um die Interessen der östlich angrenzenden Nachbarn angemessen zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche gestalterische Festsetzung aufgenommen, wonach die Außenwände von Staffelgeschossen an allen Seiten mindestens 1 Meter hinter die Außenwände des darunterliegenden Vollgeschosses zurückgesetzt errichtet werden müssen, um den Eindruck eines zusätzlichen Vollgeschosses bei der Ansicht aus beliebigen Richtungen zu vermeiden.

Wohnquartier mit gemischter Bebauungsstruktur

Die Stadt Tönisvorst beabsichtigt die Entwicklung eines Wohnquartiers mit einer gemischten Bebauungsstruktur und Wohnraum für verschiedene Nachfragegruppen. Vor diesem Hintergrund sind Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser geplant. Die hier vorgenommene Beschränkung auf maximal zwei Wohnungen pro Wohngebäude im Bereich der geplanten Einfamilienhausbebauung lässt die gewünschte maßvolle Nachverdichtung zu, ohne zu einer zu hohen Auslastung zu führen, die sich u.a. in einem größeren Stellplatzbedarf und verstärkter Lärmentwicklung äußern könnte.

Pläne im Original einsehbar

Wer sich im Rahmen der erneuten öffentlichen Auslegung des Planentwurfes zum Bebauungsplan Tö-78 "Ehemalige Gärtnerei Rosenstraße" äußern möchte, kann dies bis einschließlich Montag, 16. August 2021 tun. Einsicht nehmen kann man zum einen elektronisch unter https://www.toenisvorst.de/de/abt8/bauleitplanung/ oder aber auch persönlich mit einem Stadtplaner. Dafür Pandemiebedingt einfach vorab einen Termin vereinbaren unter Telefon: 02156/999-409 oder aber per E-Mail unter Reiner.Linden@toenisvorst.de.

Text: (cp)

 

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