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Neues NEF für die Stadt Tönisvorst

Mitteilung vom 11.09.2019 (archivierte Mitteilung)

Das neue Notarzt-Einsatz-Fahrzeug der Stadt Tönisvorst mit dem Team. Foto: (cp)

“Es gibt nichts Besseres”, so der Kommentar vom Martin Müsch (40), Notfallsanitäter und seit über 12 Jahren bereits im Einsatz. Gemeint ist das neue Notarztfahrzeug (NEF) der Stadt Tönisvorst - eine Art fahrende Intensivstation mit Arzt an Bord. “Ob Medizintechnik, Funkttechnik oder Fahrtechnik: Dieses Fahrzeug hat in allem die moderste Ausstattung”, so der 40-Jährige abschließend.

235 PS und 8 Gang Automatik

Allein die Fahrzeugfeatures stechen hervor:  235 PS, 8 Gang Automatik, drei neue zusätzliche Sondersignale – umgangssprachlich: Blaulicht genannt. “So sorgt der so genannte Sputnik-Mini an der Seite für eine verbesserte Wahrnehmung während der Alarmfahrt beim Einfahren in einen Kreuzungsbereich. Der zusätzliche, so genannte Scheibenblitzer erhöht die Sichtbarkeit in weiterer Entfernung und die Warnleuchten am Heck unterstützen die Sichtbarkeit, wenn mit geöffnetem Laderaum gearbeitet wird”, erläutert Tim Eikelberg, Leiter Krisenmanagement bei der Stadt Tönisvorst“.

Starke Lampen zum Ausleuchten des Einsatzortes

Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über “Alley Lights”: Starke Lampen im Dachbalken des Fahrzeuges, die im Dunkeln den Einsatzort seitlich ausleuchten. Damit den Rettern am Einsatzort die gesamte Technik zur Verfügung steht, verfügt das NEF über eine zweite Batterie. Die dient auch als Backup beim Start. Neben einer extremen Motor- und Fahrwerksbelastung steht einem NEF kein Leben mit Sonntagsfahrten bevor: Um Menschenleben zu retten, muss die Technik bis an das Limit belastet werden. Weiteres Sicherheitsfeature: Das adaptive Fahrwerk, mit dem sowohl schnelle Autobahnfahrten, als auch unwegsames Gelände bewältigt werden können.

Es ist jetzt der dritte Volvo in Folge. “Für gewöhnlich plant man nach 5 Jahren ein neues Fahrzeug ein. Der Letzte hat uns problemlos 10 Jahre gedient”, erläutert Bürgermeister Thomas Goßen, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung.

"Eine Art fahrende Intensivstation mit Arzt an Bord"

Was hält das Fahrzeug an Medinzitechnik vor? Öffnet man die Heckklappe des Fahrzeuges blickt man unmittelbar auf drei Rucksäcke: “Der allgemeine Notfallrucksack enthält alles für die Primärversorgung: Venezugänge, Beatmungsbeutel. Verbände”, erläuter Müsch. Der blaue Rucksack unmittelbar daneben ist speziell für Kinder ausgerüstet: “Er enthält das Gleiche wie der Notfall-Rucksack, aber eben auf die geringere Körpergröße eines Kindes ausgerichtet”. Dann gibt es noch den Traumarucksack mit Sondermaterialien: sollte ein Gliedmaß abgetrennt sein oder Verbrennungen vorliegen. Zudem verfügt das Fahrzeug über eine Sauerstoff-Tasche, ein eigenes Beatmungsgerät, EKG oder aber Defibrilator. Ergänzt wird das Ganze um ein Wärmefach für Infusionen sowie Kühlfach für Medikamente.

Bis zu 1500 Einsätze im Jahr für das rund 20-köpfige Team

Über rund 20 Rettungsassistenten und Notfallsanitäter verfügt das Team in Tönisvorst. Dazu kommen noch die Notärzte mit Dr. Heinz-Theo Schoelen als ärtlicher Standortleiter.

Um die 1400 bis 1500 Einsätze fährt das Team jährlich – Tenzdenz steigend. Allein bis Anfang September waren es 1100. Spitzenzeiten sind Silvester und Karneval. Rund 92 000 Euro kostet das Fahrzeug mit Sonderausstattung.

 

Text & Foto: (cp)

 

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