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Spezieller Hundekotbehälter im Test

Mitteilung vom 09.09.2022

Mit der ihm eigenen Gelassenheit trottet Teddy – ein prachtvoller Elo-Rüde – an die eckige Stahlsäule heran. Bleibt mit seinen kleinen runden Pfoten davor stehen. Schnüffelt. Und dreht ab. Ob er den nagelneuen Behälter für gut befunden hat, kann man an dem kurzen Spiel der flauschigen Ohren nicht wirklich ablesen. Aber so einen Behälter haben weder er noch sein Herrchen je gesehen. Denn: Das ist eine Eigen-Kreation aus der Schlosserei des städtischen Bauhofes.

Viele Beschwerden wegen Geruchsbelästigung

Außen ein viereckiger, verzinkter Stahlkörper. Rund einen Meter hoch. Drinnen ein Kunststoff-Rohr mir 125 Millimetern Durchmesser. Oben schließt ein passgenauer runder Deckel den Behälter ab, der sich dank Hebel leicht öffnen lässt. Vorne ein Pictogramm, das direkt verrät, worum es geht: Hier können Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen. „Es haben mich viele Beschwerden wegen überfüllter Papierkörbe erreicht. Vielfach mit ordnungsgemäß entsorgten Hundekotbeuteln. Viele dieser Abfallbehälter stehen zudem unmittelbar neben einer Parkbank, was gerade in heißen Sommern, wie diesem, zu Geruchsbelästigungen führt“, erläutert Bürgermeister Uwe Leuchtenberg. „Daher die Idee, einen „Hundekotbehälter“ in der hauseigenen Schlosserei entwickeln zu lassen, der abseits der Parkbänke aufgestellt wird und jetzt bis zum Frühjahr in einer Pilotphase getestet wird“, so Bürgermeister Leuchtenberg.

Pilotphase bis zum Frühjahr

Josef Hoerschkes - Landmaschinen-Schlosser und Entwickler des Behälters – erläutert zusammen mit Manfred Uhling, Leiter des Bauhofes, die Funktionsweise: „So ein Behälter muss vandalismussicher und für die Nutzer gut zu bedienen sein. Gleichzeitig muss er schmal sein, damit keine Pizza-Kartons hineinpassen. Und am Ende darf der Innenbehälter bei der Leerung nicht so schwer sein, dass er sich nicht mehr gut herausheben lässt“, so Uhling. Rund zwei Stunden braucht es derzeit, ihn zu erstellen. Die Materialkosten: 200 Euro.

Neben dem ersten Pilotbehälter im Kniebeler Park ist bereits einer an der Hundewiese auf dem Freizeitgelände des Wasserturms aufgestellt. Weitere sollen demnächst an neuralgischen Punkten – wie an der Fichtenstraße oder an der Steinheide – folgen. Ziel der Pilotphase? „Schauen, ob sich der Behälter bewährt oder ob noch Anpassungen vorgenommen werden müssen. Verbesserungsvorschläge der Nutzer sind willkommen“, so der Bürgermeister abschließend.

Text: (cp) & Foto: Friedhelm Reimann

 

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