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Stadtplanung: Vier Bürgeranträge auf der Tagesordnung

Mitteilung vom 17.06.2021 (archivierte Mitteilung)

Gleich vier Anregungen und Beschwerden von Bürger*nnen stehen auf der Tagesordnung des nächsten Ausschusses für Stadtplanung, Regionalplanung und Infrastruktur (StaReIn) am 29. Juni. Geht es nach Wunsch der Antragsteller, sollten zusätzliche Baufenster sowohl in St. Tönis im Bereich des Bebauungsplans Tö-15b "Feldstraße/Auf dem Haspel" als auch in Vorst im Bereich "Lisztstraße/Brucknerstraße" geschaffen werden. Die beiden weiteren Bürgeranträge betreffen zum einen den Wunsch nach der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für einen Bereich an der Schelthofener Straße und zum anderen einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes Vo-5b "Auf dem Abel-Süd".

Verwaltung folgt Vorschlag der Anwohner*innen

Darüber hinaus haben sich Bürger*innen mit Blick auf die Umbauplanungen für die historische Streuffmühle an die Stadt gewandt: Sie fürchten eine Versiegelung ihrer innen liegenden Grundstücke, die als Gartenanlagen genutzt werden. Hier stimmt die Verwaltung dem Ansinnen der Anwohner*innen zu und schlägt zur Neuordnung des Gebietes eine Überarbeitung des Bebauungsplanes vor, welches vorsieht: „Zudem soll die im Blockinnenbereich befindliche Freiraumfläche mit ihren für die Stadt Tönisvorst wichtigen ökologischen und bioklimatischen Funktionen als Grünfläche erhalten bleiben.“ Nicht in dem Bebauungsplan enthalten sind Grundstücke der Streuffmühle. Darüber soll jetzt die Politik im Ausschuss beraten.

Erste deutsche Zivilrichterin stammt aus Tönisvorst

Zudem soll ein Haus an der Kirchstraße in die Denkmalliste aufgenommen werden. Nach Einschätzung des LVR (Landschaftsverband Rheinland) hat der Ortsteil St. Tönis einen der markantesten (im Kern mittelalterlich) Ortsgrundrisse in der Region. Dort ist auch das denkmalwürdige Haus zu finden, das nicht nur historisch aus baulicher Sicht interessant ist, sondern auch sehr geschichtsträchtig: Aus dem Haus stammt die Frau, die 1919 als erste Frau aus St. Tönis promoviert hat und als erste deutsche Zivilrichterin überhaupt gilt: die Juristin Dr. Aenne Kurowski-Schmitz (1894-1968).

Text: (cp)

 

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