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Vorsorgen für den Stromausfall

Mitteilung vom 21.09.2022

Das Telefon ist tot, es gibt kein Leitungswasser mehr, die Heizung springt nicht an, das Licht ist aus und auch die Versorgung mit Bargeld über Geldautomaten funktioniert nicht mehr. Ebenso wenig öffnen die Türen des Supermarktes. Das sind einige Auswirkungen eines flächendeckenden Stromausfalls, der auch Blackout genannt wird und Tage anhalten kann.

Sollte ich mich jetzt schon auf einen länger anhalten Stromausfall vorbereiten?

Die Antwort lautet eindeutig: Ja. Auch wenn Deutschland nach der Schweiz das Land ist, das in der EU am wenigsten von Stromunterbrechungen betroffen ist, macht es Sinn auf diesen Fall – siehe auch Münsterland 2005 – vorbereitet zu sein.

  • Licht & Beleuchtung: Um im Falle eines Stromausfalls mit Licht versorgt zu sein, sollte man alternative Lichtquellen bevorraten, also beispielsweise Taschenlampen mit ausreichenden Mengen passender Batterien, Akkus oder Solarpanel, Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge.
  • Kommunikation: Ein batteriebetriebenes Radio ist empfehlenswert, da bei einem länger anhaltenden Stromausfall weder Telefon noch Fernseher funktionieren und man auch keine Websites zur Information mehr aufrufen kann. Wer kein entsprechendes Radio hat, kann auch das Autoradio beispielsweise eine zeitlang nutzen.
  • Wärme/Heizung: Decken und warme Kleidung sollten bereit gehalten werden. Und wer zur klassischen Heizung eine alternative Wärmequelle hat – wie einen Kamin – sollte ausreichend Brennmaterial vorhalten. Ansonsten aber Vorsicht: Kein Feuer in geschlossenen Räumen, da neben anderen Gefahren insbesondere sonst eine Kohlenmonoxid-Vergiftung möglich ist.
  • Lebensmittel & Wasser: Man sollte für mindestens zehn Tage einen Vorrat an unverderblichen Lebensmitteln vorhalten. Vielleicht noch wichtiger als Lebensmittel: Trinkwasser und Brauchwasser (Toilettenspülung, Körperhygiene etc.)

In welchem Mengen sollte man Vorräte anlegen? Das BBK hat hierzu eine Checkliste herausgegeben Essen und Trinken bevorraten  - BBK (bund.de)sowie umfangreiche Infos für Verhaltensweisen bei Stromausfällen zusammengestellt: Vorsorgen für den Stromausfall - BBK (bund.de)

Gibt es bei einem flächendeckenden Stromausfall einen Sirenenalarm?

Sirenenalarm – also ein auf- und abschwellender Ton – bedeutet grundsätzlich: Nach drinnen gehen, Türen und Fenster schließen und das Radio einschalten, um weitere Informationen zu erhalten.

Bei einem flächendeckenden Stromausfall im Sinne eines Blackouts wird nicht mit der Sirene alarmiert, um auf einen Stromausfall aufmerksam zu machen. Wenn man dann einen Sirenenalarm hört, bedeutet dies, dass eine weitere Situation dazu gekommen ist – wie beispielsweise ein Großbrand mit entsprechender Rauchentwicklung.

Als ein Mittel zur unmittelbaren Information der Bevölkerung – wenn alle anderen Kanäle nicht mehr funktionieren – ist die Information oder auch Warnung mittels Durchsagen der Einsatzfahrzeuge der Ordnungsbehörde, der Feuerwehr oder der Hilfsorganisationen. Dafür hat die Stadt Tönisvorst entsprechende Einsatzfahrzeuge mit Lautsprechern bestückt, die dann mit Warntexten die Gebiete abfahren und informieren.

Welche Hilfsangebote sieht die Stadt für einen längeren Stromausfall vor?

Was man sich jetzt schon einmal merken kann: Im Falle eines längeren Stromausfalls wird die Stadtverwaltung Tönisvorst für die Bürger*innen an der Rudi-Demers-Halle in Vorst und an der Rosentalhalle in St. Tönis eine Anlaufstelle einrichten.

Was für Hilfe erhält man hier? Hier kann man beispielsweise einen Notruf absetzen, der dann an die Leistelle weitergeleitet wird. An einer Pinnwand können Bürger auch eine Info hinterlassen, wenn sie beispielsweise für andere Vorräte übrig haben.

Text: (cp)

 

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